Die Theaterstücke

Die ersten Jahre haben gezeigt, dass Theater von Kindern und Jugendlichen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mehr ist als nur Aufsagen von Texten. Immer haben die jeweiligen Schauspieler ihre Rollen mit so viel Persönlichkeit gefüllt, dass die Wirkung auf die Zuschauer nicht ausblieb.

 

1998 und 1999

Die Stücke waren grundverschieden, aber die Schauspieler konnten sowohl z. B. bei Dolfi singt für alle von Ursula Wölfel, 1998, (eine Geschichte über einen Kinderstar) als auch bei Keep cool, sagte der Storch von Christa Gerigk-Jauernik, 1999, (ein Kind in einer schwierigen Lebenssituation macht sich frei und findet seinen Weg), zeigen was in ihnen steckt. Handelte es sich bei „Dolfi“ um ein typisches szenisches Theaterstück mit Rollenverteilung und festgelegter Handlung, so war bei „Keep cool“ viel Einfühlungsvermögen gefragt, denn dieses Stück hat neben dem sogenannten roten Faden viele Elemente aus dem experimentellen Theater aufzuweisen.

2007

2007 wollten wir mit dem Stück Das magische Cafe(Ch. Gerigk-Jauernik) Jugendlichen Mut zum Leben machen. Dazu haben wir eine Menge Magie eingesetzt und unsere Frau Arabica hat zusammen mit den Waldelfen ganze Arbeit geleistet.

2010

Mit dem Stück Vollmond 2010, sprachen wir wieder einmal verschiedene Ebenen an: Vergangenheit, Gegenwart, Realität und auch das Märchenhafte, oder wie man auf Neudeutsch gerne sagt: Fantasy. Eine kleine, mittelalterliche Stadt mit einer aufregenden, fast 500-jährigen Legende, ist der Spielort dieses neuen Theaterstückes. Wo ist der wahre Kern der Legende? Das fragen sich nicht nur der Professor, seine Tochter und die Mitarbeiter des Stadtarchivs, sondern auch eine Gruppe junger Forscher aus der Geschichtswerkstatt. Werden sie fündig und die armen Seelen erlöst?

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2013

Im Jahr 2013 kam das Stück Die 2. Chance oder Tante Billa greift ein heraus. Darin verarbeiteten  wir eine wahre Geschichte, die sich in der Familie einer unserer Schauspielerinnen ereignet hat. Jedenfalls in Grundzügen. Ein wenig Pfeffer und Salz dazu und fertig war eine neue und spannende Geschichte über das Erben und was man daraus machen kann. Natürlich kamen wir nicht ohne Hilfe von „oben“ aus. Wie so oft in unseren Stücken griff auch hier ein guter Geist ein und konnte so eine gute Absicht auch zu einem guten Ende bringen. Vielleicht war dies aber auch erst der Anfang zu einem neuen Leben....

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2016

Unser Stück „Das magische Café- reloaded“ ist eine Wiederaufnahme unseres Stückes aus dem Jahr 2017. Wie damals geht es um die schwierige Zeit, die Jugendliche in ihrer Pubertät durchmachen müssen. Sie suchen sich und einen Weg in ihr späteres Leben. Das ist nicht immer einfach. In der Schulklasse von Frau Fuchs geht es deshalb auch manchmal drunter und drüber. Die Schüler selbst bezeichnen sich schon als die Chaotenklasse der Lindenwaldschule. Da hat ihre Lehrerin eine Idee: sie meldet sie bei einem Theaterwettbewerb an. Was die Schüler von dieser Idee halten und welche Rolle Frau Arabica, Frau Robusta, die Waldgeister und das Waldcafé dabei spielen wird von unseren Schauspielern eindrucksvoll dargestellt. Dieses Theatstück gehört zu unseren Lieblingsstücken und hat es damit geschafft, zum zweiten Mal mit einigen Abwandlungen gespielt zu werden. Denn wie immer gilt, wir schreiben Theaterstücke für unsere Schauspieler und die waren nicht mehr dieselben wie bei ersten Mal. So kam noch einer weiterer Handlungstrang dazu, in dem ein gewisser Thorin Müller eine tragende Rolle spielt. 

2000 und 2001

Seit Schmetterlinge und Pausenbrot (Ch. Gerigk-Jauernik), 2000, spielen auch Erwachsene mit. Die Konzeption bleibt aber klar auf die jungen Schauspieler ausgerichtet. Im Stück Den Himmel für Stella (Ch. Gerigk-Jauernik), 2001, Thema war Tod und Abschiednehmen, konnten die Rollen ideal auf junge und ältere Schauspieler verteilt werden und im Publikum liefen Tränen der Rührung. 

2008

Zum 10-jährigen Jubiläum haben wir in Zwei Briefe an Mia noch einmal das Thema des Stückes “Dreams” aufgegriffen und die Geschichte fortgeschrieben. Jessica hat überlebt und unser Stück erzählt, wie es ihrer Tochter Mia ergeht und wie sie ihr Leben meistert. 

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2011

Im Jahr 2011 war das neue/alte Den Himmel für Stella eine Wiederaufnahme aus dem Jahr 2001 auf mehrfachen Wunsch besonders aus den Reihen der erwachsenen Schauspieler. Wir haben alles renoviert und auf Hochglanz gebracht und noch einige Szenen hinzugefügt. Diese Veränderungen konnten wir machen, da wir sowohl von den Möglichkeiten der Schauspieler aber besonders unserer besseren technischen Ausstattung dazu in der Lage waren. Somit spielten wir zum ersten Mal etwas zum zweiten Mal!!!

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2014

Im Stück des Projektes 2014 beschäftigen wir uns mit dem Gedanken, was wäre wenn ... wir unsere Mutter Erde verlassen müssten, weil dort ein Leben nicht mehr möglich ist. In "Dornröschen in der Umlaufbahn" geht es genau darum. Eine Gruppe von Menschen fliegt in einer Raumstation um die Erde und muss dort versuchen zu überleben. Für das körperliche Wohl scheint gesorgt zu sein, aber was ist mit der Seele? Wie kommen die jungen und alten Menschen auf so engem Raum miteinander aus? Gibt es Regeln und Vorschriften? Werden diese eingehalten und was ist mit der persönlichen Freiheit des Einzelnen? Das sind viele Fragen, die wir natürlich mit dem nötigen Ernst aber auch mit Humor versuchen zu beantworten.

2017

Unser Stück „Das goldene Licht“ ist ein Märchen. Wie in allen Märchen geht es auch hier um Schicksalsschläge, Lebensläufe mit Brüchen und natürlich um eine junge Liebe: Nachdem seine Eltern viel zu früh durch ein Unglück ums Leben gekommen waren, muss der Sohn, Prinz Caspar, nun das Reich ganz alleine regieren. Er fühlt sich der Aufgabe aber nicht gewachsen und sucht die Schuldigen unter den Bewohnern des Städtchens am Fuße seiner Burg. Gleichzeitig macht sich Herr Jeronimus, ein berühmter Astronom, mit Sofia, der Tochter des Grafen von Bergen, auf den langen Weg zur Burg des Prinzen. Die Reise ist anstrengend und voller Gefahren. Sofia und Prinz Caspar wurden sich versprochen, als sie noch kleine Kinder waren. Nun sollen die Sterne gut stehen und sie sollen sich zum ersten Mal persönlich sehen. Sofia ahnt nichts vom Schicksal des Prinzen als sie im Städtchen ankommt. Dessen Bewohner haben schwere Schicksalsschläge zu verkraften und wissen sich keinen Rat mehr. Mitten in diese Geschehnisse hinein wird ein kleiner Betteljunge von der Jugend des Städtchens aufgegriffen. Sie wollen ihm helfen. Was alle diese verschiedenen Menschen zueinander führt und wie sie ihr Schicksal gemeinsam meistern, erzählen wir in unserem neuen Theaterstück. 

Am Ende wird es eine wunderbare Lösung geben, zu der alle Beteiligten ihren Anteil beitragen konnten.

2002 – 2006

Seit dem sind die verschiedensten Themen bearbeitet worden: Schulschwierigkeiten eines Jungen in 1 + 1 = Janusch (Ch. Gerigk-Jauernik), 2002, Krieg und Frieden in Das Liederlied (Ch. Gerigk-Jauernik), 2003, Probleme in der Clique und eine ungewollte jugendliche Schwangerschaft in Dreams (Ch. Gerigk-Jauernik) 2004, Überlegungen zum Weltjugendtag 2005 in Hand-in-Hand (Ch. Gerigk-Jauernik), 2005, mit Casting(Ch. Gerigk-Jauernik), 2006 haben wir den Zeitgeist der Casting-Shows im Fernsehen aufgegriffen.

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2009

In Volles Haus 2009 war die Diskussion über den Klimawandel das Thema. Doch im Gegensatz zu den abstrakten Szenarien, die uns oft z. B. im Fernsehen vorgespielt werden, haben wir auf humorvolle Weise gezeigt, was das im Einzelnen für betroffene Menschen bedeuten kann. Wir haben eine einfallslose Drehbuchautorin in den Mittelpunkt der Geschichte gestellt, die es mit einer Mädchengruppe eines Kinderheimes und einem Onkel aus Sizilien zu tun bekommt. Natürlich gibt es noch eine Reihe von weiteren Rollen, die mehr oder weniger unmittelbar ins Geschehen eingreifen. 

2012

2012 kam Die Puppenspielerin auf die Bühne: ein Dankeschön an unsere Schauspielerin und Co-Vereinsgründungsmitglied Monika Schankweiler. Sie hat sich immer gewünscht, einmal als Puppenspielerin über die Lande zu ziehen und in Kindergärten für die Kinder zu spielen. Leider hat es bis jetzt noch nicht geklappt, aber wer weiß was noch kommt. In diesem Stück geht es um das z. Z. große Thema des Internetmobbings. Frau Rock, so heißt unsere Protagonistin wird Opfer einer solchen Attacke und es bekommt ihr schlecht. Sie hat aber ihre Puppen, die, wie richtige Puppen immer, auch ein Eigenleben haben. So können sie zur Aufklärung des Falles beitragen und das Schlimmste gerade noch verhindern.

2015

Das Stück „Und schon ist wieder Silvester“ aus dem Jahr 2015 beschäftigt sich mit dem Thema Zeit. Es mag vielleicht nicht im Vordergrund stehen, aber in der zusammenhängenden Handlung sind verschiedene kleine Geschichten vereint, die alle etwas mit Zeit zu tun haben. Mal geht sie langsam vorbei, mal schnell. Mal ist ein Zeitrahmen vorgegeben, mal schaut man in die Vergangenheit zurück und fragt sich was die Zukunft wohl bringt. Und eh man sich versieht ist schon wieder ein Jahr vergangen.